Josef Studeny

Nichts Neues unter der Sonne

    Die Geschichte wiederholt sich immer. Und das auch in den geistigen Sachen. Nur daß dieser Horizont zu breit ist, als daß er von den üblichen Leuten begriffen werden könnte. Das, was sich hier auf Erden abspielt und als übliche Geschichte erscheint, hat die Basis in den Sphären des Geistes.

    "Wie auf Erden, so im Himmel". Es ist selbstverständlich, denn auch in den geistigen Sphären spielen sich Kämpfe um Energien ab und ertönen sie in der menschlichen irdischen Sphäre als grauenhafte Kriege der Leute, als Kämpfe um die Vorherrschaft. Die Zeit drängt und der erwartete Umbruch im Zeitalterübergang nähert sich. Der Übergang spiegelt sich irgendwie im menschlichen Denken schon lange wider, aber die Nähe dessen lässt sich in immer gradierenden Kämpfen herausfühlen. Kvetoslav sah in einer Vision den Ausgang dieser Kämpfe. Damals war es noch weit und so sagt er noch nichts Genaueres über die Zeit, wann es passieren soll. Seit seinen Zeiten ist unser Schicksal sehr viel näher gekommen, so daß man heute verschiedene Sachen aus der Zukunft deutlicher sehen kann, die früher nicht wahrzunehmen waren. In Kvetoslavs Zeiten schrieb man noch nicht über den "Maya Code", d.h., es gab noch kein vorausgesetztes Datum der Ereignisse.

    So wie vor der letzten Sintflut vor 11500 Jahren hat die Menschheit, bis auf einige Hellseher, nicht vorgeahnt, ja sogar nicht wissen wollen, ihr Schicksal. Nur im Unterbewusstsein mancher Leute ertönt diese Zukunft, mehr oder weniger undeutlich, für diese Zeit. Somit wird auch der Übergang in die neue Epoche nicht so reibungslos, sondern katastrophenartig sein.

    Wie ich schon erwähnt habe, war in der Zeit der Kvetoslavs Vision nichts bekannt über den "Maya Code". Heute ist die Zeitzählung nach den Mayas sehr aktuell geworden, und das auch für die wissenschaftliche Welt. Natürlich nicht für die tschechischen Wissenschaftler, denn die leiden immer noch an Deformationen des kommunistischen Wütens und daher haben diese Interessen nicht. Aber trotz aller Bemühungen der Kommunisten um die Unterdrückung aller geistigen Sachen wurde Böhmen zum Ort, wo die letzte Inkarnation von Vishnu zur Welt gekommen ist. Ich kann nur das wiederholen, was vielleicht in gewisser Maße für Sie bekannt ist, wer Kvetoslav Minarik war. Ich habe gesehen, wie hier seine Lehre wie eine zarte Blume im Ödland und Meinungsdschungel wie unter großen Felsen und Steinen aufgewachsen war. Ich weiß nicht, warum eben Böhmen der Träger dieses Ereignisses wurde; vielleicht der Riesenmeteor, der vor 60 Millionen Jahren auf der Erde aufgeschlagen war, hat dem Böhmen eine andere geistige Ausstrahlung gegeben, als welche in anderen Ländern vorhanden ist. Woher ist der Meteor zugeflogen – vielleicht aus den Pleiaden? Es gibt eine Gruppe von Forschern, die über die Pleiaden wie über die einstige Grundlage der menschlichen Kultur sprechen. Die Tschechen gehörten nie zu den Nationen, die Eroberungszüge führten und andere Nationen versklavten, wie England, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal, Schweden und auch Russland, welches eigentlich die Ausgangsbasis für die Lehren des negativen Prinzips wurde.

    Ich sehe die heutige Situation als sehr ähnlich der bei dem Abgang Jesu, der als Christos bezeichnet wurde. Seine ursprüngliche Lehre hat sich nicht einmal richtig entwickeln können und gleich wurde sie verzerrt. In vielen Fällen eignen sich die Apostel nicht mal in Schilderung damaliger Ereignisse – siehe Fragmente der apokryphen Evangelien. Peter, von Jesus bezeichnet als der "Felsen der Lehre", hat versagt. Er, als orthodoxer Jude, hat die reine, ursprüngliche Lehre Jesu offensichtlich nicht begriffen und hat Paul angeschlossen, dem die Lehre in Form einer Vision während eines Ausfalls seines Tagesbewusstseins offenbart wurde. Aber diese seine Lehre hat keine Reinkarnationslehre enthalten. Er hat Jesu persönlich nicht gekannt. Und so, leider, ist seine Offenbarung zur Ausgangsbasis der Kirchenlehren geworden, insbesondere der katholischen Kirche. Paul hat daher keine wahre Lehre Jesu verkündigt und somit hat die römische Kirche und deren Zweige eine wichtige Grundlage verloren. Pauls Lehre geht nicht vom realen Leben aus. Somit sind die christlichen Kirchen Ergebnis von Pauls Visionen, ähnlich wie in moslemischer Welt ist die Muslimlehre das Resultat der Mohammeds Offenbarung. Die Mohammedaner sind bereit, für die Lehre Mohammeds zu sterben, so wie auch die Christen sind nicht imstande sich über die Richtigkeit der Lehre zu einigen. Jetzt ist die Situation sehr ähnlich, nur durch die Massenmedien wird sie allgemeiner als damals.

    Das, was Kvetoslav als Resultat der Ereignisse in einem groben Überblick gesehen und in seiner Vision beschrieben hat, wurde mir als bereits konkrete Beispiele dessen demonstriert, was vorausgesagt worden war. Mein Bewusstsein wurde sehr hoch gehoben, so daß ich die Folgen des Geschehens des Jahres 2012 wesentlich deutlicher sehen konnte. Das will ich allerdings nicht einlässlich beschreiben; ich werde nur von unserem Land sprechen. Über diese Sachen konkreter zu reden finde ich sehr gefährlich.

    Ich sah unser Land mit jetzigen Grenzen als eine Insel im Meer. Außerhalb unseres Landes war als eine Insel auch ein Gebiet von ca. den Transylvanischen Alpen. Böhmen war daher geschützt. Warum ausgerechnet Böhmen? Der Grund ist selbstverständlich geistig, denn die Historie richtet sich nach den Kämpfen um die Vorherrschaft auch in diesen Sphären. Vielleicht ist der Meteorit schuld, der vor 60 Millionen hier in Böhmen aufgeschlagen ist und dort die Grenzgebirge herausgedrückt hat.

    Schon Gustav Meyrink schreibt über die Gründung Prags durch irgendeine Bruderschaft, und einstige Bruderschaften stifteten ihre Sitze dort, wo meistens eine außergewöhnliche Ausstrahlung vorhanden war. Den Ort haben sie Praga genannt. Das heißt, sie haben einen Schutz dieser Stelle erwartet. Tatsächlich war es so – Prag hatte einen bewundernswerten Schutz. Warum war aber für sie dieser Ort so extraordinär? Vielleicht weil es schon längst vorhergesagt worden war, daß hier in Böhmen ein wahrer Buddha, der gleichzeitig Vishu sein wird, zur Welt kommen wird.

    Egal ob die Lehren von Ägypten oder die Lehren von altem Babylon, oder die Lehren der Chaldäer, dauerten diese nur eine bestimmte Zeit und verschwanden gewöhnlich ohne eine Fortsetzung, damit auf einem anderen Ort neuere Lehren wieder auftauchten, die der Entwicklung und Mentalität der Leute in jeweiliger Zeit entsprachen. Die letzten wichtigen Lehren waren in Tibet, aber wie wir in der gegenwärtigen Geschichte sehen, sind diese dort auch schon erloschen. Auch die Lehren der Kagyupas gehörten zu den genannten tibetischen Lehren, die eigentlich mit dem Tod Milaräpas auch gestorben sind. Der Orden der Karmapas, der sich für die Fortsetzung der Lehren der Weißen Dynastie der Gurus ausgab, brachte grundsätzlich nichts Neues für die Menschheit, und war schon nur eine gewisse Wiederholung. Wir sind gerade Zeugen dessen, wer der Hauptfortsetzer ist. Die Lehre der Kagyupas wurde allein von der Weißen Dynastie der Gurus getragen, und diese Dynastie ist vor ca. 900 Jahren mit dem Tod Milaräpas beendet worden. Sie sollte jedoch noch zum letzten Mal am Ende des Zeitalters der Fische auftauchen. Ja, sie wurde vom Marpas Tulku – Kvetoslav Minarik entdeckt, der sie durch seine Realisationen verwirklicht hat. Daher betrachten wir ihn als das fünfte Mitglied der Weißen Dynastie der Gurus, gleich nach Milaräpa. Die Karmapas sind hingegen ein geistlicher Orden, der zwar richtig lebt, aber nach Milaräpa nichts neues für weitere geistige Entwicklung der Menschen zu bringen wusste, d.h. er hat kein weiteres Mitglied der Weißen Dynastie der Gurus von sich gegeben hat. Erst nach ca. 900 Jahren ist ein weiteres Mitglied der Dynastie als der Tulku von Marpa erschienen. Man kennt ihn unter dem Bürgernamen Kvetoslav Minarik. Er hat die Lehre der Kagyupas auf die geistige Weise nach Westen übertragen und selber hat er ihr eine entsprechende Form gegeben, die der Denkweise der Menschen aus Okzident entsprach. Um eine Verzerrung zu vermeiden, hat er seine Lehre in den Büchern verfasst und MAHAJANA benannt. Sein Fortsetzer wurde J.S., weil er durch seine Realisation von Dhyanibuddha Akshobhya das brüderliche Vajrayana realisiert hatte. Beide Lehren wurden somit noch vor dem Ende dieses Zeitalters der Fische vereinheitlicht, damit sie durch den geistigen Weg übertragen und wieder erst im Neuen Zeitalter Vishnus fortsetzen können. Selbstverständlich nicht in der Form, die sie im Zeitalter der Fische hatten; so können sie in der neuen Epoche nicht gelten. Wir wissen nicht im voraus, welche Kultur sich evolvieren wird. Man kann voraussetzen, daß sie nicht so unglücklich sein wird wie die Kultur des Zeitalters der Fische.

    Weil das Mahajana war und ist eine Lehre, die zur absoluten Befreiung führt, hatte Maro dafür immer ein außerordentliches Interesse. Er bemühte sich große Hindernisse zu legen, eventuell die Lehre zu verzerren. Auch Kvetoslav war sich dieser Gefahr bewusst, und aus diesem Grunde hat er seine Lehre in Buchform abgefasst. Trotzdem entwickelte Maro eine große Betriebsamkeit, um die Lehre noch vor dem Ende des Zeitalters der Fische zu deformieren, und machte Versuche die Energie der Lehre zu übernehmen. Er hat zu diesem Zweck Herolde einer anderen Lehre entsandt, und der Repräsentant dieser Lehre, V.M., behauptet, Kvetoslav habe sich es so vorgestellt.

    So wie die reine Lehre Jesu nicht überdauert hat, bestrebt sich Maro auch hier eine fremde Lehre für die Fortsetzung der Kvetoslavs Lehre auszugeben. Wie ich bereits im vorigen Text bemerkt habe, kommt nach mir kein weiteres Mitglied der Dynastie von Gurus. Bis zum Ende dieses Jahres bleibt zu wenig Zeit, und daher hat Kvetoslav seine Lehre, die noch für das Zeitalter der Fische aufgebaut wurde, versiegelt; die Lehre wird erneut in neuer Zeit und neu geformt erscheinen, wenn die Zeit kommt, nach den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit. Diese Zeit soll nicht mehr an Gewalt und Kämpfe leiden, wie die Zeit der deformierten Lehre Jesu litt.

    Der Taoismus nach Mantak Chia, wie nun von V.M. verkündet, gehört nicht in die Lehre vom Mahajana, weil diese taoistische Doktrin nicht bis hin in die übersamsarischen Sphären und deshalb nicht zur definitiven Befreiung führt. V.M. gibt zu dieser Lehre einige Elemente der Kvetoslavs Lehre zu, aber dennoch bleibt sie noch eine Lehre, die nicht zur Befreiung führt. Es ist nur eine menschliche Lehre, die höchstens zur Veredelung der Leute führen kann.

    Das hat V.M. auf einer Versammlung in Dobr. (verkürzt. Ortsname in CZ) bezeigt, die er organisiert hatte als einen Versuch mich zu vernichten, und wo er sich ganz klar geäußert hat, das Aufheben der Energie des entflammten Herzen über den Kopf (sursum corda) sei nichts anderes als ein zweckloses Werfen der Energie in den leeren Raum. Damit hat er erhärtet, daß er keine wahre Einweihung der Buddhas hat, weil er nicht die Zustände kennt, die in dieser Sphäre enthalten sind. Dies wurde mir auch in einem gegenseitigen Kampf in relativ hohen geistigen Sphären bestätigt. Dort hat sich meine Erkenntnis bewahrheitet, daß seine Einweihung nicht allzu weit reicht.

    Und so, damit er mich hier auf Erden (im Geistigen geht es nicht) irgendwie diskreditiert, hat er mich auf der Versammlung in Dobr. bespuckt in den Bemühungen mich zu kompromittieren. Diese Möglichkeit habe ich ihm gegeben, aber er hat nicht begriffen, oder eher nicht gewusst, daß es für mich eine Prüfung innerer Regungslosigkeit war, was ein Attribut vom Dhyanibuddha Akshobya ist. Alles verläuft anscheinend nach einem gewissen Plan, hinter dem Bemühungen von Maro stehen – nämlich die Kvetoslavs Lehre der Kagyupas wenigstens zu deformieren.

    Nach diesen Ereignissen ist Kvetoslav zu mir im Zustand Nirmana-Kaya (der dritte Körper Buddhas) gekommen und hat mir gezeigt, daß er die Lehre in der bestehenden Form zumacht und diese Energie in das neue Zeitalter überträgt. Ich bin also der letzte in der Dynastie der Weißen Gurus.

    Natürlich erhielt hier V.M. Ovationen des unwissenden Publikums, denn – wer von den Leuten hat irgendeine buddhische, oder mindestens himmlische Einweihung? Und so wie die ganze Welt, schreiten auch jene Leute in ihrer Unkenntnis ihrem Schicksal entgegen. So wie sich die unwissenden Leute vor der Sintflut heirateten, bis der große Augenblick gekommen ist, der auch im gegenwärtigen Zeitraum in 2012 bei Wintersonnenwende erwartet wird…

    Bis jetzt scheint es nicht, daß viele Leute bereit sind ein sehr enthaltsames Leben zu führen, das den Ausgang in höheren Realisationen hat – wie viele Leute sind ja entschlossen ein entsagungsvolles, zur ERLÖSUNG führendes Leben zu leben, indem sie sich mit ihren Herzenergien an die Sphäre der Buddhas knüpfen?

    Die wichtigste und unerlässliche Voraussetzung liegt darin, ob der Guru, der die Leute eigentlich "zieht", die entsprechenden Realisationen hat, damit er die Kenntnis davon hat, daß die Sphäre über dem Kopf kein Bereich vom leeren Nichts ist, sondern er muss dieser Sphäre selber angehören.

    So wie der heilige Paul die Lehre Jesu nicht begriffen hatte und anstatt dessen eigene Vorstellungen predigte, d.h. er ist Maro entgegengekommen, entstanden dann Kirchen, insbesondere die katholische, die zwischen den Menschen und Gott den Priester stellten. Nun, das war schon der Anfang der Spaltung in der nach Jesu entstandenen Lehre. Zu welchen grauenvollen Ausgängen im Zusammenleben der menschlichen Gesellschaft dies geführt hat, können wir heute klar sehen. Allerdings, es waren beinahe 2000 Jahre notwendig zum Ausreifen in diese Situation.

    Hier in diesem gegenwärtigen Fall benutzt V.M. ein anderes System, um Maro entgegenzukommen, ohne daß er davon weiß. Er, weil er sagt, das Aufheben der Energie in die transzendenten Sphären sei nur das Werfen der Energie in die Leere, lehrt stattdessen die Energie der Übenden wieder in den Körper zurückzulenken. Und das heißt, daß er die Mystiker auf solche Weise führt, damit er sie weiterhin im Bereich des Karmas, d.h. im Reich von Maro erhält.

J.S.