Nemojov, am 17. Mai 2005-05-24

   Sehr geehrte Anhänger der Lehre von Kvìtoslav Minařík in Österreich,

 

   An unsere Adresse Kagyupa.com habt ihr etliche E-Mails geschickt als eure Reaktion auf meine letzte Mitteilung über die wahre Autorschaft von KM-Schriften. Ihr reagiertet ungefähr so, wie ich erwartet hatte. Ihr verteidigt euren Guru, was ich als höchstrichtig ansehe. Deshalb könnt ihr auch begreifen, daß das, was ich auf unseren Web-Seiten angeführt habe, nichts anderes war, als eine Verteidigung meines Gurus, bzw. der Urheberschaft seiner Bücher.

   Auch deswegen haben wir die Autobiographie Ketschara ins Deutsch übersetzt, weil wir wußten, daß bei euch in der Sache Verwirrung herrschte. Dann haben wir erfahren, dieses Buch habe ein Aufsehen, bzw. eine Verwunderung erregt, denn viele der Anhänger hatten noch unlängst keinerlei Ahnung von dem wahren Autor. Jetzt ist die Situation vielleicht schon eingerenkt. Falls nun weitere Bücher bei euch in deutscher Übersetzung herausgegeben würden, ist somit gesichert, daß sie unter dem richtigen Verfassernamen erscheinen. Jene Sünde bei „Der innere Sinn des neuen Testaments“ kann nicht mehr bekehrt werden; darüber hinaus war sie gar nicht notwendig. Es genügte einfach ein Pseudonym zu benutzen. Damals schrieb Květoslav unter dem Decknamen FOMALHAUT. Ich bin überzeugt, daß die Auflage dieses Buches mit dem falschen Namen einige zu kommenden Ereignisse oder Umstände nicht überdauert.

   Durch diese Aktion sollte Herr R.M. und seine Arbeit auf keinen Fall deklassiert werden. Ich kenne sehr gut seine Qualitäten, was die Lehre betrifft, und weiß auch, was er erreicht hat. Aus diesem Grund war der Fauxpas mit der Autorschaft für mich unbegreiflich. Sollte es sich nämlich ausschließlich um mündliche Überlieferungen handeln, wäre es nur Frage von jeweiliger Zeit, aber Květoslavs Lehre überlebt sicherlich auch die schlimmsten Zeiten. Wie würde die Situation zum Beispiel in 50, 100, oder vielleicht noch später aussehen? Wer würde dann festlegen, wer der wirkliche Verfasser war? Alle Zeitgenossen würden schon tot sein. Und falls jemand behaupten will, es liege nicht auf dem Autor, Hauptsache, es gebe die Lehre hier, dann kann ich ihm nicht zustimmen. Květoslav halte ich für einen großen Guru, wie es z.B. Marpa und andere waren. Deshalb darf seine Autorschaft bei eventuellem Herausgeben der Übersetzungen seiner Bücher nie in Zweifel gestellt werden.

   Dies zu berichtigen war eigentlich Redaktorins Pflicht, aber die schaut leider in falsche Richtung.

 

Mit dem Wunsch von allem Guten

J.S.