Kommentar

    Was meine Armut während der Kindheit betrifft, will ich nicht behaupten, daß ich mich in ganz ungewöhnlichen Bedingungen befand. Es gibt und gab in der Welt mehr Leute, die von Not betroffen waren wie ich. Der Unterschied besteht aber in der Reaktion auf dieses Sozialproblem.

    Die meisten Leute, die in besonders schweren Lebensbedingungen sind, erliegen ihrem Druck. Und das macht sich anschließend bemerkbar in ihrer Geistesverfassung. Ihre Interessen werden dermaßen reduziert, daß sie nur auf einige Impulse im Bezug auf den Selbsterhaltungstrieb reagieren. Hierdurch wird ihr seelischer Überblick/ Geisteshorizont so eingeengt, wie wir es bei menschlichen oder tierischen Elementartypen sehen können. Von diesem Standpunkt scheint es, daß das „unverdienstvolle/verdienstlose Karma“ solche Menschen vernichtete, obwohl sie sich vom objektiven Sinnesstandpunkt als bisher lebendige Geschöpfe zeigen.

    Ich nahm einen gewissermaßen anderen Weg. Ich hielt den Drücken der Not dank dem Adelsgeist stand. Aber wenn sich diese zwei Faktoren auf einem Feld treffen, verspürt man in der ersten Phase die trostlose Situation sehr schlecht. Darum liegt es nur an den „inneren Verdiensten“, ob diese Drücke in einen Kampf um den Sieg auf dem geistigen Feld oder in eine seelische und geistige Degeneration übergehen. Aber in jedem Falle wird man vom unverdienstvollen Karma auf dem Geiste bedroht, und diese Tatsache verspüre ich heute als die schrecklichste Drohung, der man durch sittlich unbescholtenes Benehmen standhalten muss.

    Vom allgemeinen Standpunkt verschuldete allerdings jeder Mensch gegen das verdienstvolle Karma, denn echte Verdienste spiegeln sich immer in Glücksgefühlen und Entwicklung von höheren Geistesvermögen ab. Diesbezüglich sollte jeder die karmische Genesung in religiösen Sittenlehren suchen, und mit Hilfe dieser er sich auf die Wege guter Vergeltung machen, ehe er dazu durch Umstände, Natur oder Gott gezwungen wird. Diese Umstände werden allerdings von anderen Leuten gestaltet; die inneren Verdienste ??machen diese zunutze demjenigen??, der den Weg der sittlichen Genesung aus freiem Antrieb schreitet. Aber die Situation ist hier nie ganz einfach. Die Weisheit Orients stiftete daher Schulen von Weisen, die, geleitet von Weisheit und Lebenserfahrungen, imstande waren, die Schicksalsungunst?? durch ihre eigene Eingriffe zu ersetzen und dadurch jede Missgunst vom Schicksal der Weisheitsschüler zu ihrem eigenen Vorteil zu wenden.

    Wenn man die Erfahrungen der Weisen nicht beachtet, überschreitet er die kritische Grenze auf den Wegen der Gestaltung vom böswilligen Karma, und anschließend fährt er die Rutschbahn von Unverdiensten in sehr unselige Umstände hinab. Und wenn ihm diese unseligen Umstände keine Erinnerung und Wahrnehmung darstellen??, geriet er in die Erziehungshände der Natur, die mitleidslos jeden Mangel umschmilzt. Und wenn man nicht mal hier nachgibt und an weltlichen Gesichtspunkten festhält, kann er erwarten, daß seine Erziehung Gott selbst übernimmt...

    Ich war so glücklich oder hatte vielleicht so verwickeltes Karma, daß ich von Menschen, Natur sowie von Gott erzogen wurde. Als ich in den vergangenen Leben, ohne das rechte Maß gehalten zu haben, die kritische Grenze vom Verweilen mit Bewußtsein in der Welt überschritt, geriet ich beschädigtes Karma, das sich in den Lebensbedingungen bemerkbar machte, über die ich im Lebenslauf erzählte. Aber im Hintergrund bewachte mich verdienstvolles Karma, das ich durch gute Zustände bildete, die den normalen Adelstand begleiten. Aus dem Grunde nahm ich die Lehre auf und schritt den mystischen Weg freiwillig.

    Ich eilte jedoch zu viel, und deshalb konnte ich die natürlichen Reaktionen der mystischen Bemühungen mit verdienstvollem Karma nicht aufwiegen, die ich durch Einhalten von sämtlichen Moralvorschriften erzeugte. Darum erlaubte mir die Natur bei den schrecklichen Drücken von den Zuständen der ersten Realisation nicht zu sterben: Gott selbst als das Feuer, verbrennend jedes stagnierende/stockende, die Menschlichkeit bildendes Element, drang meinen Körper durch ohne Rücksicht darauf, was ich im nachfolgenden Augenblick werde.

    Dank meiner guten physischen sowie seelischen Konstitution ertrug ich alle diese Drücke, daher gewann ich als ein lebendiges Geschöpf Erfahrungen und Kenntnisse, mit welchen ich in jedem Umstand auskomme, der auf den Gefilden vom Karma auftauchen mag. Vielleicht kann man es „Gottesgnade“ nennen, aber in jedem Falle ist das im logischen Zusammenhang mit der Vergangenheit. Aus dem Grunde bezeichne ich es als „Gottesgnade“ nicht.

    Die erste Realisation, in der sich sehr viel mystische Zustände in einem sehr kurzen Zeitraum ansammelte, werte ich als keine Vergottungsvorgänge. Diese zeigte sich in der vorhergehenden Periode, wo, indem ich mich den Herrlichkeiten des Geistesatems eröffnete, stieg ich zum Gottesruhm/ Herrlichkeit ohne jedwedes Siegel. Nach diesem Siegel soll der zu göttlichen Zielen schreitende Mensch erkannt werden, der dabei ins Garn vom niedrigeren Leben und Stand geht. Doch jeder Mensch, der sich aus irgendwelchen Ursachen/Grunde dem göttlichen Atem zu eröffnen weiß, steckt im Netz vom Atavismus, dessen einzelne Elemente ihm die ganze Zeit seiner radikalen Abwendung von der Welt auflauern. Und dann, wenn sich der Pegel seiner Anstrengung senkt, äußern sich diese Elemente als Faktoren, die ihn vernichten können.

    Aus dem Grunde erlauben die Weisen nicht, daß ihre Schüler für die primäre Anstrengung die Bemühungen rein geistiger Art halten, sondern sie zwingen sie, für primär die Bemühungen um die sittliche Vervollkommnung zu halten. Unter diesen Umständen schreiten die von Weisen geleiteten Menschen in der Regel nicht durch den Himmel, wie man sagt, sondern den Weg einer langsamen Verwandlung, auf dem die ruhige Entwicklung in Richtung zur Vollendung garantiert ist.

    Sei es, wie es wolle, ich ging den „Weg durch den Himmel“, denn mein Meister war nur ein Buch über Yoga. Darum konnte ich in mir den göttlichen Atem entfalten, der keine mystischen Zustände zuließe, sollte die Menschlichkeit meines Wesens verhältnismäßig zur Entwicklung des Gottesatems weichen. Und so im Moment, wo etwas wie das Mitgefühl oder Interesse für die Welt mein Bewusstsein berührte, versenkte sich auch der göttliche Atem in meinen Körper; das selbst war die Ursache aller mystischen Zustände, über die der Leser auf der entsprechenden Stelle im Buch lesen konnte.

    Im Hinblick darauf sehe ich mystische Zustände für Symbole vom geistigen Fall aus der Höhe reiner Göttlichkeit in die elementare Natürlichkeit an. Sie sind ein Ausdruck dessen, daß man über das Menschentum emporkam, in die Sphäre, in deren er den göttlichen Atem einatmete, aber anschließend erneut in die Elementarnatur fiel; durch diese Änderungen vermischte sich der göttliche Atem mit natürlichen Zuständen und Vibrationen, und dadurch kam es zu Stigmatisationen der oder jener Art, denn der göttliche Atem will sich nie plötzlich in eine gröbere Struktur der psychischen Wesenheit wandeln.

    Die Mystiker haben jedoch eine andere Meinung über mystische Zustände, wenn sie sich diese erklären wollen. Sie sehen in denen ein Symbol der Gottesgnade, während sie nur einen Kampf von zwei Qualitäten sind, die scharf gegeneinander wirken. Aus dem Grunde erscheinen auf dem „höchsten Wege“ keine mystischen Zustände. Auf diesem Weg nehmen die Yogis den göttlichen oder geistigen Atem direkt wahr, und wenn es ihnen glückt durch die Entwicklung dieses Atems das Menschentum auszuscheiden, können sie die überweltlichen, himmlischen oder höchsten Zustände ohne Stigmata überhaupt realisieren.

    Wem es aber wie mir gelingt, ohne einen einzigen Fehltritt das Absolute innerlich zu berühren und erst dann durch den Ausdruck der Menschlichkeit in den "mystischen Bereich" zu fallen, so erhält er genannte schreckliche Einweihung, bei deren die mystischen Zustände harte Siegel göttliches Lebens darstellen. Unter solchen Umständen kann man nicht unter die Grenze des „vierten Bereichs“ fallen, und darum wird er ein „Sotapatti“ mit der Perspektive des Fortgangs zur höchsten Realisation noch in diesem gegenwärtigen Leben. Und eben dies bemerkte ich nicht bei den Mystikern, die ich in meinem Leben kennen gelernt hatte. Ich stellte nur fest, daß ihr „Geist“ auf der Ebene der Wirklichkeit hoch und niedergeht, so daß sie immerwährend den "geistigen Atem" profanierten; das war damit dokumentiert, daß alle mystische Zustände und Symbole bei ihnen ohne offenbares Ergebnis auf dem Feld der „Entweltlichung“ blieben. Sie waren daher Mystiker, die weltliche Menschen blieben, egal was sie von mystischen Zuständen erlebten. Es ist nun möglich ein Axiom zu formulieren: solch eine Mystik ist wertlos, ob sie nicht sogar eine Profanierung der Göttlichkeit ist.

    Ich kann also abschließen: die sämtlichen mystischen Prozesse der ersten Realisation waren ein Symbol einer Rückkehr aus den Bereichen der „hohen Einweihung“ in die Welt zurück. Daraus machen allerdings manche Leute eine Tugend. Man spricht in diesem Zusammenhang über Bodhisattvas, die von Liebe zu den Leuten... usw. Ich begriff jedoch, daß diese Rückkehr mich zur Übertragung der Lehre verbindet, denn man muss – als lebendig – aktiv sein; widrigenfalls würde er eingefleischter Egoismus. Deshalb gibt es darin keine Tugend, nur ein Sigill der Göttlichkeit, die nur insoweit lebendig sein kann, als man sie zum karmischen Prozess tut – und hier gibt es Buddhas, die zum Unterschiede von Pratjekas das Karma ihres Sieges nicht ausleben, sondern entwickeln, bis es sie zum unbestimmten Ziel und zur Bestimmung von allem Dasein, Leben und Geschehen hinführt.

    Bezüglich der Lebensprüfungen, die mir in der Periode zwischen der ersten und zweiten Realisation widerfuhren, kommen diese vom Vorsatz, die Lehre zu übertragen. Durch die erste Realisation, wurde die Göttlichkeit in mein Wesen verzaubert, und durch die Übertragung der Lehre sollte sie wieder auf der physischen Basis entfaltet werden, was eine Voraussetzung so genannter zweiseitiger Erlösung ist. In diesem Falle personifizieren sich die Ausstrahlungen der niedrigeren Lebenskraft im Hüter der Schwelle und in ihm der Mensch findet seinen Feind, der als ein Repräsentant der Weltlichkeit nicht zulassen will, daß man diese Art Erlösung ereicht.

    Ich begriff diese Wahrheit aus der spontanen Interferenz von Kräften der psychischen Wesenheit, und das entschied über meine Stellung. Ich empfing diesen stillen, vernichtenden und in unbegreifliche Situationen sich transformierenden Kampf, und heute - etwa nach fünfundzwanzig oder dreißig Jahren - gibt mir die Wirklichkeit eine Bestätigung, daß ich richtig sonderte. Heute bin ich nämlich nicht mehr der Dämon der Schwelle im bestimmten Aspekt meines Wesens; dieser Dämon trennte sich vollkommen von mir und steht schon neben mir als ein Gespenst, das im Angriff gegen mich seine letzten Überreste in mir vernichten kann. Darum zögert er - und ich lebe in größerer Ruhe als je ich in meinem Leben überhaupt ruhig leben konnte.

    Aber während der Kampf zwischen mir und Maro sehr wild war, wurde ich gezwungen als ein Familienvater zu leben und (musste) die „Mystiker“ zu verkehren. Die sahen meine Unruhe und die äußere Unordentlichkeit und wandten diese Tatsache als einen Beweis an, wie weit ich auf dem Holzwege bin. „Er ist arm,“ sagten einige. „Er lebt in keinen geordneten Verhältnissen zu Hause,“ behaupteten andere. Und ich konnte mich weder den ersten noch den anderen der Behauptung widersetzen, denn ich verstand den Hüter der Schwelle und er mich sowie jene Mystiker.

    Was liegt denn daran? Ich lebe als ein Mystiker; sie sind hingegen alles andere als eben die Mystiker. Ich teile die Gottheit und die Lehre, sie nehmen ihre Zuflucht bei Emotionen der Schwächlinge. Ich sehe Gott, sie sehen die Welt. - Es mag sich daraus ergeben, weil sie sich nur aus ihrem Hochmut belehren ließen, wogegen ich mich von der Wirklichkeit instruieren ließ. - Wenn sie nur die Wahrheit erkennen möchten...

    Was ich jedoch ferner sagen kann, ist, daß im Zeitraum von überaus schweren Lebensprüfungen die Gottheit in mir immerfort wuchs, so daß ich heute mein Wesen nicht anders als göttlich begreifen kann. Vielleicht bin ich hierdurch von den Leuten zurückgezogen, aber was liegt daran. Sie hatten mich ja aus der Welt hinausbefördert, ob sie schon Mystiker oder weltliche Menschen hießen. Übrigens sehe ich darin eine gewisse Gesetzmäßigkeit. Die Welt sträubt sich der Gottheit, obwohl sie nach ihren Früchten sehnt. Sie will sich zur Harmonie hindurcharbeiten, aber ist das nicht imstande, denn sie frönt anderen Dingen als der Gottheit. So will sie ihre Harmonie auf der Bedrückung einer Menschengruppe aufbauen, obwohl sie nur in Gleichheit zu erreichen ist. Sie steckt daher im Irrtum vom bösen Karma.

    Und jetzt noch einen Nachtrag über die Lebensprüfungen. Du Mystiker, der die Einweihung zum freien Einatmen des geistigen oder göttlichen Atems erreichtest, ob du in die Welt zurückkommst, nimm auch die Lebensprüfungen auf, wie ich sie aufnahm. Es ist etwas Wesentliches darin. Denn wer diese nicht aufnimmt, verschwendet die Werte vom geistigen Atem in der Materie und wird daran schlimmer sein, als wenn er keine Einweihung aufnähme. Wenn du sie aufnimmst, wird dein Fall ein wiederholter Aufstieg; nach den Prüfungen erkennst du dich als ein „beidseitig erlöstes Geschöpf“.

    Durch Pakte mit dem Dämon der Schwelle wird kein Schaden geheilt. Natürlich muss dir der Teufel für deine Verdienste bezahlen, die du am unrechten Orte durchbrachtest. Aber der Teufel ist ein Schwindler und bezahlt dir ungewöhnlich wenig, während du selbst dich dem Gott als ein unsauberer Hochstapler fremd wirst. In dieser Phase steht daher alles auf dem Spiele. Wenn du das nur erkennen und Kräfte zum Kampf um den wahren Sieg schöpfen möchtest!

    Die zweite Realisation war die erste Kundgebung der realen Übertragung der Lehre. Daß sie in gleichen Zeitabschnitt wie die erste Realisation bei Frau L. fiel, war ein logisches Ergebnis meiner dauernden Anstrengungen um die "Übertragung" und des Willens dazu. Im wesentlichen ging es um einen Menschen, der vor allen anderen, die ich kannte, der einzige war, der die realisierten Elemente auffangen konnte - und hierdurch wurde endlich das zweite Glied der himmlischen Hierarchie von Gurus gefunden.

    Mit Bezug darauf hat keiner der Mystiker, die ich kenne, ein Recht sich als jemand, der so genannte hohe Einweihung erreichte, zu würdigen. Es ist nämlich ganz sicher, daß ich damals in der Lage stand, die sowohl den Freund als auch den Feind in die hierarchische Kette der ersten Einweihung gerissen hätte. Aber vielleicht steckt darin etwas wie ein Geheimnis. Ich bin doch auch eine Zielscheibe eines mystischen Streites, wo der disputierende Mystiker behauptet „ich bin der größte Mystiker, der das am besten versteht“. Diese Worte hörte ich häufig bei meinen Bemühungen um das Verbinden von denen, die mystisch arbeiten. Ich kenne daher die „Meister“, aber in Wirklichkeit sind sie nur höchstens Pratjekas. Sie erhaschten "die Taube der Geistigkeit", und nun wollen sie diese Taube hinter der Tür ihrer Wohnung auffressen, dann die Brust wölben, unter die Leute gehen und lakonisch behaupten, daß sie „etwas haben und kennen“.

    Ich selbst bin nur ein Gärtner im Weingarten der Geistigkeit. Ich weiß nämlich, daß wenn nur ich selbst die Geistigkeit, die ich erreichte, leben dürfte und könnte, wäre es gleich, als ob diese niemand leben würde. Ich bin gut dessen bewusst, daß was vom geistigen Gesichtspunkt der Teufel ist, in der Welt als die reale Wirklichkeit gelebt wird, weil es mitgeteilt wurde; ebenso wird das geistige Leben eine reale Tatsache, sobald es gelingt es mitzuteilen. Von diesem Standpunkt sind diejenigen, welche die Geistigkeit in dumpfigen Winkeln der Stolz erregenden Einsamkeit leben, nur verschiedentlich eigenartig, der Selbstsucht verfallen, und im guten Sinne ganz nutzlos.

    Die zweite Realisation trug keine Merkmale von Verbrennung, sondern eher von Entwicklung robuster psychischen Kräfte. Da ich die ganze Zeit hindurch zwischen den beiden Realisationen von Lehre, Natur und Gott erzogen wurde, gelang es mir die psychischen Energien auf ein anderes Feld zu verkehren als auf die Entwicklung von starren psychischen Fähigkeiten; aus dem Grunde habe ich seitdem vor den Augen das undifferenzierte Licht Geistes gleich/ebenso deutlich wie ein weltlicher Mensch einige Sinnestatsachen. Und so während der zweiten Realisation bewahrte ich mir die Aktionsfähigkeit, das Absolute de facto zu realisieren. Das einzige Problem hier ist die Widerstandskraft des Organismus und einige karmischen Indispositionen. Ich denke übrigens an die Lehrenübertragung; ich will meine Existenz verlängern wie die Weisen vom Osten, die als die Lehre stets in der Welt zu ihrem Wohl leben.

    Die Lebensprüfungen, die mir nach der zweiten Realisation widerfahren, haben dieselbe Bedeutung wie die Prüfungen vorhergehender Zeit. Es handelt sich immer darum, daß es mir nicht gelingt die Lehre zu übertragen, und in diesem Kampf mengte sich ein höherer Faktor aus der Gesellschaft von Maros ein, nämlich der König von Maros.

    Als sich mir der König von Maros vorstellte, schien es mir, daß ich in eine meuchlerische Situation geriet. Die Zeit zeigte aber, daß auch diese Situation gelöst werden kann, falls der Mensch erfahren ist im Kampf dieser Art, in welchem ich die Erfahrungen hatte. Im großen und ganzen kann man sagen, daß die Schwierigkeiten, die hier entstehen, derart sind, daß es nicht mehr um eine persönliche Erlösung geht, sondern um eine Verarbeitung überpersönlicher Komplexe. Das ist übrigens im Rahmen der mystischen Entwicklung. In dieser Entwicklung muss man einmal zu der Erkenntnis anlangen, daß das Individuum bloß ein Rädchen vom großen Mechanismus der lebendigen Welt darstellt, und daß es daher nicht um seine eigene Rettung geht, sondern um eine Wandlung, die ganze Welt umfasst.

    Ich hatte ziemlich glückliches Schicksal, daß ich die Wertlosigkeit meines eigenen Daseins als des Daseins eines Individuums?? erkannte. Eben hierdurch kam ich nämlich zur Erkenntnis, daß es notwendig ist einen Sublimationsprozess anzulegen, der abhängig ist von begrifflicher Erfassung der „Wirklichkeit“ durch das Bewusstsein, von Verarbeitung des „Raums von Bewusstsein und Gemüt“, ob dieser Raum den Kosmos selbst oder etwas weniger als den Kosmos umfasst. Ich weiß nämlich, daß alles, was wir mit unserem Sinn und Bewusstsein erfassen, wir selbst in derart erstreckter Existenz sind. Und Erfahrungen sagen mir, daß die Beziehungen zwischen dem Begriff „ich bin“ und der Außenwelt, die wir durch unseren Sinn und Bewusstsein erreichen, man nicht durch die Loslösung seiner selbst von allem vernichten kann. Durch die Loslösung bis auf einen natürlichen Zustand, der das Nirwana darstellt. Nur dann, wenn man leibhafter Buddha wäre, könnte er den „Durst“ leugnen, denn er hatte in vorigen Existenzen alle Lebenserfahrungen gewonnen.

    Der Leser soll über diese Dinge nicht mal nachdenken. Die geistige und karmische Reife sitzt nicht auf dem Kopf oder auf der Oberfläche des menschlichen Körpers, und deshalb kann er sie weder bestimmen, noch erkennen. Im wesentlichen sollte er sich nur dafür interessieren, wie er sich auf dem Entwicklungswege zur Unterdrückung des Lebensdurstes wenden soll, denn widrigenfalls setzt er sich immer der Gefahr aus, daß er in der kopflosen Eile nach Erlebnissen scheitert. Übrigens zeigt das Leben und das Schicksal selbst, wie man sich benehmen soll. Aus diesen Weisungen kann man feststellen, daß wenn man die Lüste nicht unterdrückt, findet er sich in Gefahr der Vernichtung aus dem Übermaß an/vom Begehren. Wenn er sie hingegen unbesonnen dämpft, geriet er in die Gefahr vom Verfall in den tamasischen Zustand, in welchem er noch mehr erleiden kann. Darum muss er alles ausgleichen, was ihn sowohl zur Passivität als auch zur Aktivität führt, und in der Harmonie mit Universum verankern; in dieser Harmonie darf er dann erlöschen als ein Geschöpf, das den Bereich von Wünschen sowie den Bereich von Verfluchung der Welt überstiegen hatte. Erst in diesem Zustand findet er die Weisen, welche die Welt überwunden hatten, und er selbst wird der Mensch, der über den Raum und die Zeit herrscht, die als zwei Formen der Weltlichkeit alles demütigen, was erschaffen worden war und nicht imstande war, sich von denen alles bewältigenden Kräften frei zu machen.